Zitronen im Nadelstreif

Meine beste Freundin ist sauer. Nachdem sich gut gekleidete Herren einige Wochen in ihrem Unternehmen umgeschaut haben, steht nun alles Kopf in ihrer Abteilung und sie vielleicht bald auf der Straße. Heute morgen las ich dazu ein Zitat von Robert Gries, Komödiant:

Wer glaubt, dass Unternehmensberater Unternehmen beraten, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.

Biertempel Deutschland

Biertempel im Bend, Foto Georg BergDer Bierdurst der Deutschen ist schon länger rückläufig. Waren es 2002 noch 121,7 Liter pro Kopf und Jahr, so sind es 2005 nur noch 115,2 Liter gewesen. Der Baubeginn des Biertempels zu Grevenbroich ( ein idyllischer Treffpunkt an der Erft für bierkonsumfreudige Zeitgenossen) liegt sicherlich auch schon eine Weile zurück. Eine Vielzahl der an den Unterstand genagelten Kronkorken geben keine Auskunft mehr über ihr Label, sind schlichtweg verrostet. Das Gesamtbild wirkt aber durchaus erhaben und glitzert im Sonnenlicht. Auch für den Bierkonsum in 2006 zeigt sich ein Lichtblick. Laut Statistischem Bundesamt ist der Bierabsatz im Mai gegenüber dem Vorjahr um acht Prozent gestiegen. Sind das schon die Vorboten der Fußball-WM 2006? Nicht auszudenken, wenn die Juni-Zahlen inklusive dem Pro-Kopf-Verbrauch der englischen Fußballfans vorliegen! Für eine dauerhaftere Belebung auf dem Biermarkt und im Mosaik des Grevenbroicher Biertempels dürften allerdings die zunehmende Beliebtheit von Biermischgetränken sorgen.

Weitere nützliche Links zum Thema Kronkorken: Kronkorkenzackenzählmaschine

Der Dom bleibt integer

Kölner Dom, Foto Georg BergDer Rotstift wird angesetzt und die Kölner freuen sich. Denn es geht ausnahmsweise mal nicht um Einschnitte und Sparmaßnahmen, sondern um die Streichung des Kölner Doms von der Roten Liste des gefährdeten Weltkulturerbes. Die größte Kathedrale Deutschlands war vor 10 Jahren zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt worden. Aber seit Juli 2004 wurde dieser Titel bedroht, da die Stadt Köln mit ihren Hochhausplänen im Stadtteil Deutz an der visuellen Integrität des Doms kratzte. Nach nun zweijährigem Gezänk und Gefeilsche wurden die Höhe der im Bau befindlichen Hochhäuser beschränkt und dem Bau weiterer Hochbauten, die die Sicht auf den Dom trüben könnten, eine Absage erteilt. Der Dom bleibt visuell unangetastet, mal abgesehen von den permanenten Baugerüsten, die ihn umschwärmen, wie die Motten das Licht. Aber das ist ja wieder eine andere Baustelle names Weltklimakonferenz. Weitere Fotos von Georg Berg mit Kölner Motiven.
Kaum ist der Dom gerettet, gerät  die so reizend klingende Waldschlösschenbrücke im Dresdner Elbtal ins Visier der Unesco.