Röhren für den heißen Schlitten

Verdammt ich hab nix, so röhrt Matthias Reim, einstiger Schlagerstar, in Anlehnung an seinen Hit, mit dem er 1990 16 Wochen lang Platz 1 belegt hatte. Die glorreichen Zeiten sind längst passé. Reim ist blank und lebt im laufenden Insolvenzverfahren. Jetzt könnte der bekennende Pleitier mit dem für Autovermieter Sixt gedrehten Video neuen Kultstatus erreichen. Die witzig gedrehte Persiflage, nach dem Motto Wenn selbst ich mir ein Cabrio leisten kann, können Sie das auch, wurde in Reims Wahlheimat Mallorca gedreht. Die Idee stammt von Agentur Jung von Matt/Elbe.

Das Verdammt-ich-hab-nix-Video

Die bedrohte Marke

Ein Symbol mit dem man in aller Welt die Alpenrepublik verbindet, ist ins Zwielicht geraten. Das Sackmesser, das als Schweizer Offiziersmesser oder Swiss Army Knife weltweit vom praktischen Sinn der Schweizer kündet. Es ist der Inbegriff schweizerischer Tüchtigkeit und Solidität. Diesen Nimbus sieht die Nation nun gefährdet. Da die Schweiz Mitglied der WTO, der World Trade Organization ist, hat sie deren Übereinkunft über das Beschaffen von Dienstleistungen und Gütern zu respektieren. Und die sieht vor, dass Aufträge, die 250 000 sfr übersteigen, weltweit auszuschreiben seien. Deshalb fürchtet man, ein ausländischer Billiganbieter könnte das Rennen machen. Und so malt man ein „Swiss Army Knife – Made in China“ als Schreckgespenst an die Wand. Aber uns ergeht es auch nicht besser: Kinderspielzeug mit gesundheitsgefährdenden Substanzen made in China wird über die großen Spielzeugkonzerne in das Land der Steiff Teddies und Käthe Kruse-Puppen gespült.