Horst Schlämmer sein Wahlkampf

Ganz egal, ob man als Grevenbroicherin in dieser Woche den Stern oder die Neuss Grevenbroicher Zeitung aufschlägt, überall grinst er mir mit seinem einnehmenden Schnauzbartlächeln entgegen. Horst Schlämmer von der HSP. Laut Umfragen würde er derzeit 18 Prozent der Wählerstimmen erhalten. In Grevenbroich wohl noch mehr, denn hier trommelt sein Wahlkampfteam seit Tagen mächtig für den heutigen Kinostart von “Isch kandidiere” Seit drei Tagen fährt ein mobiles Großplakat mit lautem Megaphongetöse an meinem Büro vorbei und stellt sich immer pünktlich zur großen Paue vor dem Schulhof des gegenüberliegenden Gymnasiums auf. Auf dem Marktplatz haben sich Schlämmers Wahlkampfhelfer postiert und verteilen HSP-Button, Luftballons und das Kinoparteiprogramm. “Wählt misch, geht ins Kino, dann sind die Renten sicher – zumindestens meine!” Heute ist Lokalpremiere in Grevenbroich. Die Premiere ist natürlich ausverkauft – denn er wird kommen: wie immer unrasiert, unverschämt und ungeheuer beliebt.

Die verlorenen Bäume von Otzenrath

Die beiden Grevenbroicher Stephan Waldhelm und Uwe Dressler präsentieren ihr Buchprojekt Luna Trees. Die Fotodokumentation zeigt ausschließlich Landschaften und Bäume rund um das Dorf Otzenrath. Über vier Jahre lang fotografierte Stephan Waldhelm, von Beruf Baumpfleger, den Baumbestand von Otzenrath. Besonders beeindruckend sind Fotos aus der Krone des 40 Meter hohen Mammutbaumes, der vor dem alten Gutshof in Otzenrath stand. Hier gelang es dem Team um Stephan Waldhelm, den kompletten 360-Grad Blick aus dem ehemals höchsten Baum von Otzenrath festzuhalten. Continue reading

Der ONKeLfISCH-Fußball-Ticker

Wer die hochkompetenten Schweini-Yogi-Hansi-Poldi-Waldi-Analysen nicht mehr hören kann, dem empfehle ich das ONKel fISCH Tickerli – der etwas andere EM-Ticker. Bei allen Spielen der Deutschen Mannschaft sind ONKeL fISCH live dabei. Und tickert packende Spiele, wie das gegen Portugal mit Kommentaren wie:

[22:32 Uhr] Apropos Postiga, Löw tigat durch seinen Glaskäfig. Ein Hauch von Rilke weht durchs Tickerli. Wird die UEFA ihn aus der Schweiz verbannen, wenn er sich nicht hinsetzt?

Das ONKeLfISCH-Tickerli bei wdr.de

Ein hörbarer Protest – Nokia explode

Milliarden in Finnland – Tränen in Bochum. Handyhersteller Nokia bringt mit seinen Schließungsplänen für die Produktionsstätte Bochum ein ganzes Handy-Volk gegen sich auf. Zuerst machte das Wort vom Subventionsnomaden die Runde. Vergangenen Dienstag mobilisierte die Bochumer Belegschaft 15.000 Menschen zu einer eindrucksvollen Großkundgebung. Fast zeitgleich setzte die Konzernspitze in Helsinki noch eins drauf, und freute sich über einen Rekord-Gewinn von sieben Milliarden Euro. Was bleibt dem erzürnten Nokia-Handy-Besitzer, dem aufgrund fehlender Rekordgewinne der sofortiger Neukauf eines Konkurrenzproduktes verwehrt bleibt?

Hier ist die Lösung: Ein hörbarer Protest mit der eindringlichen Klingelton-Komposition Nokia-Explode. Nervenzerreißend und aufmerksamkeitsstark wird hier der Nokia-Klassiker verfremdet und mündet in einem finalen Explosionsgeräusch. Mit dieser kleinen Geste kann jeder aktiv zur weiteren Verschlechterung des Nokia-Images beitragen. Auch wenn es die Schließung in Bochum nicht verhindern wird, ein gehöriger Image-Schaden für Nokia, könnte andere Unternehmen zu einem umsichtigeren Umgang mit der Ressource Mensch veranlassen.

Klingelton Nokia Explode zum Anhören und Runterladen

So leb ich und wie lebst du?

Auf der Internationalen Möbelmesse in Köln vom 14. – 20. Januar 2008 wird ein neues Internetportal zum Thema Wohnen und Einrichten präsentiert. Auf soleb’ich.de kann jeder seinen individuellen Einrichtungsstil entfalten und sehen, wie andere Menschen leben. Die Vielfalt der Stilrichtungen der Mitglieder sind ein unerschöpflicher Quell für Inspiration und das Finden von Gleichgesinnten, erklärt Mitgründerin und Innenarchitektin Nicole Maalouf den Ansatz der Wohn-Community. Mit solebich.de stoßen die Gründer in eine Marktnische vor. Während es über 40 Wohnzeitschriften und zahlreiche Einrichtungssendungen im Fernsehen gibt, ist das Thema Wohnen im Internet bisher kaum angekommen. Continue reading

www.adventistimdezember.de

Alles hat seine Zeit! Und Advent ist eben im Dezember. Hierauf macht die Evangelische Kirche auf einer gut gemachten und sehr umfangreichen Internetseite aufmerksam. Die Initiatoren wehren sich gegen Lebkuchen im August, Lametta und Weihnachtsmärkte schon im November. Alle die nach Antworten auf den eigentlichen Sinn und Ursprung der Adventszeit suchen, werden hier fündig.

Vorfreude statt Kaufrausch unter Advent ist im Dezember!

BoooAAA – erster Demo-Baukasten im Netz!

Als flankierendes Komunikationsinstrument setzt das Online-Netzwerk Campact bei dem Protest gegen den Bau von Kohlekraftwerken auf eine virtuelle Demonstration im Netz. Ziel ist es, neben den Teilnehmern der realen Demonstration am 8. Dezember 2007 an der BoA-Bauselle in Grevebroich-Neurath, weitere Gegner der Kohlekraftwerke zu mobilisieren. In die Klimakette gegen Neurath haben sich laut Initiator bereits über 2.800 Baukasten-Demonstranten eingereiht. Von Hamburg bis Bad Tölz geben Klimaschützer ihr Statement zum Thema Kraftwerksbau ab. Mit der friedlichen Demonstration am 8. Dezember fordert die Klima-Allianz, ein Zusammenschluss aus über 80 Organistionen, eine Umkehr in der Energiepolitik. Das Timing für den Protest stimmt auch, denn zeitgleich findet die Weltklimakonferenz in Bali statt.

Mehr über die Klima-Kette gegen Kraftwerksbau in Deutschland

Viva l’Ostel!

Authentisch – spartanisch – günstig. Die Ostalgie hat auch den Tourismusmarkt erobert. Der neueste Urlaubstrend heißt spartanischer Osten. Die Berliner Gastherberge OSTEL trifft mit ihrem Konzept den Geschmack vieler Urlauber, die die Himmelsrichtung gewechselt haben und sich nicht länger in die Karawane gen’ Süden, sondern in den Osten aufmachen. Rucksacktouristen wird das Pionierlager für 9 Euro angeboten. Die Kleinfamilie kann es sich im Plattenbauzimmer ab 38 Euro gemütlich machen. Wer aber ohne Luxus nicht auskommt, kann sich auch in die Stasi-Suite einbuchen. Ferien im Plattenbau, statt Cuba Libre am Swimmingpool? Warum nicht. Ich wünsche allen erholsame Sommerferien!

Vorwärts immer – rückwärts nimmer, so schmettert einem Erich Honecker im Ostel entgegen.

Mensch – Maschine – Kommunikation

Die Roboter kommen! So lautet der Titel der neuesten Ausstellung im Museum für Kommunikation in Berlin. Die Ausstellung dokumentiert eindruckvoll, wie weit sich Roboter in den Lebens- und Berufsalltag der Menschen integriert haben. Über 130.000 Industrieroboter arbeiten in deutschen Betrieben oder helfen im Haushalt. Es schein, als ob der alte Traum vom anspruchslosen, allzeit willigen Helfer in Erfüllung gegangen ist. Roboter forden den Menschen aber auch in besonderer Form heraus, die eigenen Kommunikationsfähigkeit an ihm zu erproben. Das Gespräch mit dem Roboter bleibt jedoch nachwievor von den Bedingungen der Technik bestimmt und ist damit immer noch eine recht einseitige Kommunikation. Die Ausstellung präsentiert Roboter zwischen Kunst und Wissenschaft, Fiktion und Realität. Dem Besucher begegnen der Werberoboter Sabor von 1955, Schlupp vom grünen Stern (Augsburger Puppenkiste von 1986), Fußball- und Industrieroboter oder die geniale Roboterband Les Robots Music von Edouard R. Diomgar aus dem Jahre 1958.

Die Ausstellung läuft bis zum 2. September 2007. Mehr Informationen zu Die Roboter kommen!

Ein Hoch namens Maggi

Zum ersten Mal hat sich ein Unternehmen in Deutschland ein eigenes Hoch gekauft – der momentane Dauer-Sonnenschein mit Frühlingsgefühlen als Gratispröbchen, trägt den Namen Maggi. Hierzulande bekannt als Alleskönner-Würze aus Großmutters Zeiten. Wie soll man diesen Coup von Nestlé Deutschland nun werbefachlich benennen: vielleicht branded infotainment? Egal, ein schöner Marketing-Schachzug. Die Lebensmittelmarke beantragte beim Institut für Meterologie in Berlin Wetterpatenschaft für schnäppchenverdächtige 300 Euro. Einzige Vorraussetzung, Maggi muss ein weiblicher Vorname sein. Das ist er in England – yes, indead. Wer erinnert sich nicht an handbaging former Prime Minister Maggi Thatcher! Die nachrichtenhungrigen Bundesbürger dürfen sich jetzt wohl auf ein Jahr der Marken-Hochs einstellen: Wie würe es mit Mercedes, Melitta, Concordia, Helvetia oder Edeka?