Hape über Horst
Horst Schlämmer und kein Ende. In wenigen Tagen erhält Hape Kerkeling für seine Kunstfigur Horst Schlämmer den Adolf-Grimme-Preis. Bei so viel Popularität gebietet es der Respekt auch den Schöpfer hinter der Kunstfigur zu Wort kommen zu lassen. In einem wunderbaren Tiefen-Interview, das Hape Kerkeling dem Radiosender 1Live gegeben hat, bietet er interessante Einblicke in sein ambivalentes Verhältnis zu Horst Schlämmer. Und es ist gleichzeitig ein Beleg dafür, dass der Zuschauer bestimmt wo’s lang geht. Hier eine kleine Kostprobe. Auf die Frage wie er sich den Erfolg von Horst erklärt, antwortet Hape:
Das ist mir schlicht und ergreifend ein Rätsel. Ich weiß es nicht. (lacht) Als wir mit dieser Figur anfingen, bei der ersten “Hape trifft -Sendung, da war das ein Notnagel. Mir fehlte schlicht und ergreifend eine Figur, und ich wollte mal etwas ganz Anderes machen. Da habe ich gedacht: ‘Jetzt mache ich mal ganz was Abgefahrenes, Widerliches’ (lacht), was ja auch mal Spaß machen kann. Das sollte nur ein kleiner Ausflug werden. Dass das nun mehr oder weniger der Schwerpunkt meiner künstlerischen Arbeit daraus geworden ist, war so eigentlich nicht vorgesehen. Das entscheidet in der Tat der Zuschauer.
Das komplette Interview auf 1LIVE unbedingt nachlesen!
Zum ersten Mal hat sich ein Unternehmen in Deutschland ein eigenes Hoch gekauft – der momentane Dauer-Sonnenschein mit Frühlingsgefühlen als Gratispröbchen, trägt den Namen Maggi. Hierzulande bekannt als Alleskönner-Würze aus Großmutters Zeiten. Wie soll man diesen Coup von Nestlé Deutschland nun werbefachlich benennen: vielleicht branded infotainment? Egal, ein schöner Marketing-Schachzug. Die Lebensmittelmarke beantragte beim Institut für Meterologie in Berlin Wetterpatenschaft für schnäppchenverdächtige 300 Euro. Einzige Vorraussetzung, Maggi muss ein weiblicher Vorname sein. Das ist er in England – yes, indead. Wer erinnert sich nicht an handbaging former Prime Minister Maggi Thatcher! Die nachrichtenhungrigen Bundesbürger dürfen sich jetzt wohl auf ein Jahr der Marken-Hochs einstellen: Wie wäre es mit Mercedes, Melitta, Concordia, Helvetia oder Edeka?
Grevenbroicher kennen ihn schon lange, denn schließlich hat er unsere Stadt erst so richtig berühmt gemacht: Er schmatzt, grunzt und macht ekelhafte Schnarchgeräusche. Er stinkt stets nach Alkohol und hält sich dennoch für den Traummann aller Frauen: Stellvertretender Chefredakteur Horst Schlämmer. Nun hat der Mitarbeiter des Grevenbroicher Tageblatts eine neue Mission: Er macht den Führerschein. Seine ersten Gehversuche sind seit Ende Januar in seinem Blog zu finden.
Sowohl in skurrilen Tagebucheinträgen als auch in Videoaufnahmen hält Horst Schlämmer seine Theorie- und Praxisstunden fest. Zudem parliert er über seine Erfolge bei Frauen, die er durch die Bank als Schätzelein bezeichnet. Und vor einigen Tagen dann, das große Blogger-Coming-out: Das Horst Schlämmer-Blog macht intelligente Online-Werbung für den VW Golf. Ursprünglich als Info-Internet-Blog für den Führerscheinerwerb von Schlämmer getarnt, outet sich das ganze nun als sehr unterhaltsame und preisverdächtige Werbeaktion, neudeutsch auch Branded Entertainment genannt. Ich bin gespannt, ob die Schlämmer-Fans dem Horst treu bleiben und wieviel Line Extensions sich VW zum Schlämmer-Blog noch ausdenken wird. Denn eins ist klar: durch den überraschenden Erfolg der Kunstfigur Schlämmer im Netz, werden die VW-Marketer nun sicherlich weitere Werbe-Wege mit Schlämmer beschreiten.