Wie lange ist ein Jahr noch neu?

Und wie lange wünscht man seinen Mitmenschen noch ein eben solches Gutes Neues? Eine klassische Antwort gibt die katholische Liturgie: Bis zum Oktav, also bis zum achten Tag nach einem Hochfest. Dann wäre am 8. Januar Schluss mit den guten Wünschen für das vor uns liegende Jahr. Doch die politische Praxis ist eine andere, denn die Termine für Neujahrsempfänge reichen bis in den Februar hinein. Wie sollte es auch anders gehen, wo sich die erste Januarwoche doch immer noch sehr verschlafen anfühlt. Was das Zeitgefühl angeht, folgt wohl jeder seiner inneren Relativitätstheorie und wünscht so lange noch ein Gutes Neues wie man selber noch den Aufbruch verspürt. Der Aphoristiker Georg Christoph Lichtenberg hat dies Ende des 18. Jahrhunderts so formuliert: Es ist eine bekannte Tatsache, dass die Viertelstündchen größer sind als die Viertelstunde.

  • Neujahrsempfang Galerie Judith Dielämmer:
    15. Januar 2006 um 11.00 Uhr Verleihung des Kunstpreises der Galerie
  • Neujahrsempfang Interessengemeinschaft Museum Villa Erckens
    18. Januar 2006 um 20.00 Uhr im Museum Villa Erckens:
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