Jemandem eine pfeffern…

Unser Julchen sucht Schutz vor Pfeffer Pike unter'm Rhabarberblatt

Unser Julchen sucht Schutz vor Pfeffer Pike unter dem Rhabarberblatt

… könnte bald schon eine neue Bedeutung bekommen. Bedeutete es früher, einfach mit der flachen Hand zu watschen, so nimmt man in der globalisierten Neuzeit eine beinahe feuerlöschergroße Pfefferspraydose zur Hilfe. Vielleicht heißt es aber auch bald schon: “Hau ab – oder ich Pike dir einen!” – Denn am 18. November 2011, versammelte sich eine Gruppe Studenten der University of California zu einer friedlichen Occupy Demonstration. Ohne weiteren Anlass sprühte der Polizist John Pike den sitzenden Studenten Pfefferspray in die Augen. Jetzt sieht sich der Feigling einer Welle von Kollagen ausgesetzt, die ihn im Internet beschämen. Von Menschenrechtsmotiven zu Produktrezensionen und Amazon-Kundenbildern reicht die Rezeption des Ereignisses.

Neue Videobotschaft

Der Vorbote zur neuen Ausbildungskampagne des Fachverbandes Santiär Heizung Klima NRW ist fertig. In knackigen zwei Minuten fasst der Film Szenen aus dem Arbeitsalltag von Auszubildenden zum Anlagenmechanniker SHK zusammen. Die Botschaft: Abwechslung ist angesagt und Langeweile war gestern: neue Baustellen, neue Herausforderungen, mal schweißtreibend, mal kniffelig, stehen schon in der Ausbildungszeit an.

Konzept, Regie, Kamera und Schnitt: Nils Kemmerling; Musik, Ton und Drehassistenz: Detlef Klesch. Konzept, Redaktion und Text: Angela Berg.

Nachwuchswerbung

Authentisch und unterhaltsam – Nachwuchswerbung für das Handwerk

Videoclips und Filme sind für Jugendliche ein wichtiges Kommunikationsmedium. Viele Informationen, auch wenn es um die eigene Berufswahl geht, holen sich die Schüler aus dem Internet. Jugendliche sind gut vernetzt und geben Hinweise auf interessante Filme und Fotos schnell weiter. Genau hier setzt die neueste Produktion an, die in Zusammenarbeit von Atelier Nils Kemmerling und Schanze26 entstanden ist. Wir wollen den Schülern nicht die heile Welt ohne Schweiß und Mühsal vorgaukeln. Vielmehr sorgen schnelle Schnitte, Soundeffekte und Musik für die nötige Unterhaltung. Die gezeigten Handlungen geben aber das realisitsche Arbeiten an der Werkbank, am Computer oder auf Montage wieder. Der Rhythmus von Bildern, Texten und Musik unterstreicht dabei die Abwechslung im Berufsalltag. Für den Fachverband Tischler NRW entstand ein vierminütiger Dokuclip, der Schülerinnen und Schülern zu einem Praktikum in einer Tischlerei aufmuntern will. Konzept, Regie, Kamera und Schnitt: Nils Kemmerling; Musik, Ton und Drehassistenz: Detlef Klesch. Konzept, Redaktion und Text: Angela Berg.

Immer Ergo mit den Medien

Versichern heißt verstehen. Das soll uns eigentlich nicht mehr Herr Kaiser von der Hamburg-Mannheimer sondern eine neue Generation von Versicherungsvertretern beibringen. Die sind jetzt allerdings in der Gellert-Therme in Budapest unangenehm aufgefallen. Coitus ergo sum könnte das Motto der Incentive-Reise gewesen sein. Ein Image-Desaster für Ergo.
Es wird aber noch doller: Ergo betet den Erfolg der eigenen Werbung klein. Wahnsinn – Werber bei Ergo sind mit einem Mal “zuversichtlich”, dass ihre Kampagne nix gebracht hat, spottet denn auch bereits @moetting via Twitter. Werbespot mit neuem Soundtrack: “Sollten wir nicht mal anfangen, uns auf Lendenhöhe zu treffen?”

Ein Kleid von…?

Goldelse; copyright 2007: Georg BergBruce Darnell, Barbara Schöneberger und der Rest der Welt (ausgenommen vielleicht Rolf Seelmann-Eggebert) diskutieren vor der königlichen Hochzeit, welches Kleid Kate Middleton heute anzieht. Sicher ist man sich, dass sie auf dem Kopf einen Fascinator tragen wird. Wegen dem muss der Bräutigam, den Rolf Seelmann-Eggebert aus vielerlei Gründen bedauert, dann nach oben küssen.

Originelles vom Original

Das neue Anzeigenmotiv von Outdoorbekleider Mammut zeigt Ex-Minister Karl-Theodor zu Guttenberg mit einer original Mammut-Jacke . Auf seinen Afghanistan-Reisen trug zu Guttenberg oft Mammut. Das Bild in der Anzeige ist daher keine Montage und auch keine Fälschung, sondern ein Original-Dokument mit dem Original-Softshell, getragen von dem Mann, der ohne zu fragen viele Textpassagen anderer Autoren benutzte. Ohne zu fragen, haben auch die Werber von Mammut den Ex-Minister zu Ihrer neuen Werbefigur gemacht. Passt doch – interessant wird sein, ob das ungefragte Testimonial nun aufmuckt und Beschwerde einlegt oder sogar eine Klage anstrengt oder mit aristokratischer Gelassenheit darüber hinweg geht. Und übrigens, die erste Anzeige schaltete die Schweizer Firma in der NZZ, siehe hierzu auch “Die Gunst der Stunde”.

Die Gunst der Stunde

Die Neue Züricher Zeitung gibt es seit über 200 Jahren. Ihr Image könnte man als grundsolide, aber nicht gerade trendsetting bezeichnen. In der Führungesetage war dies erkannt und es sollten Konzepte entwickelt werden wie die NZZ-Online die Printtiel der NZZ-Gruppe besser bewerben könnte. Dieser Plan hört sich nach langen und zähen Kreativsitzungen und teuren Agenturhonoraren an. Doch es kam anders. “Schützenhilfe” gab es vom schneidigen Herrn Verteidigungsminister zu Guttenberg. Er hatte in seiner Dissertation auch aus der NZZ am Sonntag abgeschrieben. Im Umkehrschluss bedeutete das für den Verlag das Urheberrecht mit einem Werbebanner zu beanspruchen: Summa cum laude für die NZZ vergeben von der Universität Bayreuth. – einfach nur großartig!