Jemandem eine pfeffern…

Unser Julchen sucht Schutz vor Pfeffer Pike unter'm Rhabarberblatt

Unser Julchen sucht Schutz vor Pfeffer Pike unter dem Rhabarberblatt

… könnte bald schon eine neue Bedeutung bekommen. Bedeutete es früher, einfach mit der flachen Hand zu watschen, so nimmt man in der globalisierten Neuzeit eine beinahe feuerlöschergroße Pfefferspraydose zur Hilfe. Vielleicht heißt es aber auch bald schon: “Hau ab – oder ich Pike dir einen!” – Denn am 18. November 2011, versammelte sich eine Gruppe Studenten der University of California zu einer friedlichen Occupy Demonstration. Ohne weiteren Anlass sprühte der Polizist John Pike den sitzenden Studenten Pfefferspray in die Augen. Jetzt sieht sich der Feigling einer Welle von Kollagen ausgesetzt, die ihn im Internet beschämen. Von Menschenrechtsmotiven zu Produktrezensionen und Amazon-Kundenbildern reicht die Rezeption des Ereignisses.

Immer Ergo mit den Medien

Versichern heißt verstehen. Das soll uns eigentlich nicht mehr Herr Kaiser von der Hamburg-Mannheimer sondern eine neue Generation von Versicherungsvertretern beibringen. Die sind jetzt allerdings in der Gellert-Therme in Budapest unangenehm aufgefallen. Coitus ergo sum könnte das Motto der Incentive-Reise gewesen sein. Ein Image-Desaster für Ergo.
Es wird aber noch doller: Ergo betet den Erfolg der eigenen Werbung klein. Wahnsinn – Werber bei Ergo sind mit einem Mal “zuversichtlich”, dass ihre Kampagne nix gebracht hat, spottet denn auch bereits @moetting via Twitter. Werbespot mit neuem Soundtrack: “Sollten wir nicht mal anfangen, uns auf Lendenhöhe zu treffen?”

Die Gunst der Stunde

Die Neue Züricher Zeitung gibt es seit über 200 Jahren. Ihr Image könnte man als grundsolide, aber nicht gerade trendsetting bezeichnen. In der Führungesetage war dies erkannt und es sollten Konzepte entwickelt werden wie die NZZ-Online die Printtiel der NZZ-Gruppe besser bewerben könnte. Dieser Plan hört sich nach langen und zähen Kreativsitzungen und teuren Agenturhonoraren an. Doch es kam anders. “Schützenhilfe” gab es vom schneidigen Herrn Verteidigungsminister zu Guttenberg. Er hatte in seiner Dissertation auch aus der NZZ am Sonntag abgeschrieben. Im Umkehrschluss bedeutete das für den Verlag das Urheberrecht mit einem Werbebanner zu beanspruchen: Summa cum laude für die NZZ vergeben von der Universität Bayreuth. – einfach nur großartig!

Mit Fehl und Tadel

Quo vadis, Herr Minister? Diese Tage werden richtungsweisend für Karl Theodor zu Guttenberg. Der bis vor kurzem als so gradlinig und entscheidungsfreudig gelobte Minister ist nun in Erklärungsnöten und wirkt ein wenig orientierungslos. Keine ganz neue Eigenschaft, wie eine von mir nun eigenhändig abgetippte und nicht per Copy and Paste eingefügte Passage aus der Doktorarbeit Guttenbergs (Seite 51) belegt.

Europa als Gedanke, Gewissheit und Realität könnte, am Ende dieser Stufenleiter angelangt und auf dem Wege zur Tradition, zum Scheitelpunkt zwischen Konservatismus und Moderne werden, der weder die Option der Gradwanderung noch die Gelegenheit der Verbindung jener Elemente auszuschließen vermag.

Meine Quelle für dieess Zitat möchte ich nicht unerwähnt lassen: Süddeutsche Zeitung vom 18.2.2011 Seite 2 Thema des Tages, Beitrag von Tanjev Schulz “Aufbau Inhalt und Stil der Dissertation”.

GuttenPlag Wiki

Otto und der Blondinen-Witz

Wie konnte es nur so weit kommen? Zu den Cover-Girls des dicken Versandhauskataloges zählten in den vergangen Jahren Claudia Schiffer, Gisele Bündchen und Heidi Klum. Zu dumm: denn nun folgt Sascha, 20 Jahre und Student mit billiger Kunsthaarperücke und schlecht geschminkten Lippen. Die Wahl entfiel nicht etwa aus Kostengründen auf das mit Sicherheit günstigere Model, sondern entspringt einer tapferen Haltung und einem konsequenten Festhalten an einer einmal eingeschlagenen Marketingstrateige. Otto goes Social Media und die Netzgemeinde treibt ihr lustiges Spielchen – Mensch Otto, was haste denn da gemacht! Continue reading

Der ONKeLfISCH-Fußball-Ticker

Wer die hochkompetenten Schweini-Yogi-Hansi-Poldi-Waldi-Analysen nicht mehr hören kann, dem empfehle ich das ONKel fISCH Tickerli – der etwas andere EM-Ticker. Bei allen Spielen der Deutschen Mannschaft sind ONKeL fISCH live dabei. Und tickert packende Spiele, wie das gegen Portugal mit Kommentaren wie:

[22:32 Uhr] Apropos Postiga, Löw tigat durch seinen Glaskäfig. Ein Hauch von Rilke weht durchs Tickerli. Wird die UEFA ihn aus der Schweiz verbannen, wenn er sich nicht hinsetzt?

Das ONKeLfISCH-Tickerli bei wdr.de

Sir Bob gibt bei BILD den Ton an

Der Sänger und Live-Aid-Gründer Sir Bob Geldorf übernimmt heute für einen Tag die BILD-Chefredaktion. Die morgige Ausgabe wird anlässlich des bevorstehenden G8-Gipfels im Ostseebad Heiligendamm vom 6. – 8. Juni 2007, das Schwerpunktthema Afrika haben. Diese Aktion ist Teil einer Zusammenarbeit zwischen Bob Geldorf und BILD. Bereits in der vergangenen Woche verfasste der Musiker mehrere Artikel zum Thema Afrika. Ziel der Kooperation ist es, die rund 12 Millionen BILD-Leser auf die Probleme der dritten Welt und die Zukunft des afrikanischen Kontinents aufmerksam zu machen. Die morgige unter ritterlicher Regie entstandene Ausgabe werde ich mir als sporadische BILD-Leserin auf jeden Fall am Kiosk holen.