Es bewegt sich was – Ein Fazit

Bei der mehrjährigen Betreuung von Ausbildungsprojekten ist immer wieder deutlich geworden, dass Lehrer eine Schlüsselrolle in der Berufsinformation haben. Das Fazit der Kampagnenbetreuung lautet daher: „Die Lehrer erreicht man über informative Broschüren, die Schüler über das bewegte Bild und über Musik. Das wiederum wissen auch die Lehrer, die neben einem Klassensatz Schülerflyer immer auch einen DVD für die Präsentation der Filme im Unterricht bestellen.

Unser Anspruch: Schüler und Jugendlichen über die Berufsbilder zu informieren und gleichzeitig zu unterhalten. Schüler sollen gut informiert in ihre Ausbildung starten. Sie sollen vor dem Berufseinstieg wissen, was auf sie zukommt, welche Anforderungen gestellt werden, wie ein Arbeitstag aussieht. Jugendgerechte und zeitgemäße Berufsinformation besteht für uns aus den folgenden Zutaten:

+ Dreharbeiten mit kleinen Team (3 Personen)
+ hohes Maß an Flexibilität
+ echte Auszubildende als Darsteller
+ reale Baustellen
+ ehrliche Statements
+ jugendgerechte Sprache
+ Mix aus Information + Unterhaltung
+ Dynamik
+ schnelle Schnitte
+ ungewöhnliche Kameraperspektiven
+ gute Musik

Konzept, Regie, Kamera und Schnitt: Nils Kemmerling; Musik, Ton und Drehassistenz: Detlef Klesch. Konzept, Redaktion und Text: Angela Berg.

Neue Videobotschaft

Der Vorbote zur neuen Ausbildungskampagne des Fachverbandes Santiär Heizung Klima NRW ist fertig. In knackigen zwei Minuten fasst der Film Szenen aus dem Arbeitsalltag von Auszubildenden zum Anlagenmechanniker SHK zusammen. Die Botschaft: Abwechslung ist angesagt und Langeweile war gestern: neue Baustellen, neue Herausforderungen, mal schweißtreibend, mal kniffelig, stehen schon in der Ausbildungszeit an.

Konzept, Regie, Kamera und Schnitt: Nils Kemmerling; Musik, Ton und Drehassistenz: Detlef Klesch. Konzept, Redaktion und Text: Angela Berg.

Nachwuchswerbung

Authentisch und unterhaltsam – Nachwuchswerbung für das Handwerk

Videoclips und Filme sind für Jugendliche ein wichtiges Kommunikationsmedium. Viele Informationen, auch wenn es um die eigene Berufswahl geht, holen sich die Schüler aus dem Internet. Jugendliche sind gut vernetzt und geben Hinweise auf interessante Filme und Fotos schnell weiter. Genau hier setzt die neueste Produktion an, die in Zusammenarbeit von Atelier Nils Kemmerling und Schanze26 entstanden ist. Wir wollen den Schülern nicht die heile Welt ohne Schweiß und Mühsal vorgaukeln. Vielmehr sorgen schnelle Schnitte, Soundeffekte und Musik für die nötige Unterhaltung. Die gezeigten Handlungen geben aber das realisitsche Arbeiten an der Werkbank, am Computer oder auf Montage wieder. Der Rhythmus von Bildern, Texten und Musik unterstreicht dabei die Abwechslung im Berufsalltag. Für den Fachverband Tischler NRW entstand ein vierminütiger Dokuclip, der Schülerinnen und Schülern zu einem Praktikum in einer Tischlerei aufmuntern will. Konzept, Regie, Kamera und Schnitt: Nils Kemmerling; Musik, Ton und Drehassistenz: Detlef Klesch. Konzept, Redaktion und Text: Angela Berg.

Originelles vom Original

Das neue Anzeigenmotiv von Outdoorbekleider Mammut zeigt Ex-Minister Karl-Theodor zu Guttenberg mit einer original Mammut-Jacke . Auf seinen Afghanistan-Reisen trug zu Guttenberg oft Mammut. Das Bild in der Anzeige ist daher keine Montage und auch keine Fälschung, sondern ein Original-Dokument mit dem Original-Softshell, getragen von dem Mann, der ohne zu fragen viele Textpassagen anderer Autoren benutzte. Ohne zu fragen, haben auch die Werber von Mammut den Ex-Minister zu Ihrer neuen Werbefigur gemacht. Passt doch – interessant wird sein, ob das ungefragte Testimonial nun aufmuckt und Beschwerde einlegt oder sogar eine Klage anstrengt oder mit aristokratischer Gelassenheit darüber hinweg geht. Und übrigens, die erste Anzeige schaltete die Schweizer Firma in der NZZ, siehe hierzu auch “Die Gunst der Stunde”.

Otto und der Blondinen-Witz

Wie konnte es nur so weit kommen? Zu den Cover-Girls des dicken Versandhauskataloges zählten in den vergangen Jahren Claudia Schiffer, Gisele Bündchen und Heidi Klum. Zu dumm: denn nun folgt Sascha, 20 Jahre und Student mit billiger Kunsthaarperücke und schlecht geschminkten Lippen. Die Wahl entfiel nicht etwa aus Kostengründen auf das mit Sicherheit günstigere Model, sondern entspringt einer tapferen Haltung und einem konsequenten Festhalten an einer einmal eingeschlagenen Marketingstrateige. Otto goes Social Media und die Netzgemeinde treibt ihr lustiges Spielchen – Mensch Otto, was haste denn da gemacht! Continue reading

Mein Tee, mein Brot, mein Müsli

Essen als Maßanfertigung. Die Individualisierung schreitet unaufhaltsam voran. Seit einiger Zeit wächst die Zahl junger Unternehmen in Deutschland, die die Idee, persönlich zusammengestellte Lebensmittel im Internet zu verkaufen, umsetzen. Es ist quasi das Prinzip Maßanzug für Speis und Trank. Pioniere waren 2007 drei Studenten aus Passau, die mit ihrer Online-Müsli-Mischerei Mymuesli.de von sich Reden machten. Mittlerweile kann der webaffine Konsument auch Schokolade, Süßigkeiten, Pralinen, Säfte, Kaffee oder Brot nach eigenen Gusto zusammenstellen. Im World Wide Marketing gibt es auch für dieses Geschäftsprinzip einen Fachausdruck: Mass Customization, also das Konzpet der individuellen Massenfertigung. Was wie ein Widerspruch klingt, ist wirtschaftlich durchaus erfolgreich. Meist als kleine Start-ups im heimischen Keller oder Hinterhof gegründet, fand die Geschäftsidee des selber Mischens und Experimentierens immer mehr Abnehmer. Für die findigen Anbieter war das Einstiegsrisiko gering: es droht kaum Überproduktion, weil nur das hergestellt wird, was der Kunde bestellt hat, die Lagerkosten bleiben gering, es muss kein Ladenlokal angemietet werden und kein Beratungspersonal eingestellt werden. Die allesentscheidende Absatzplattform, die eigene Website, wurde vom Gründer oft selbst programmiert. Mittlerweile beschäftigt mymuesli.de 72 Mitarbeiter. Die noch überschaubare Branche der Maßanfertiger in Deutschland ist untereinander gut vernetzt. So werden den Bestellungen auch schon mal Werbeflyer anderer Food-Individualisten beigelegt.

Naschplatz
Pestolero
Saftfabrik
Meine Backstube

Fette Henne

Geben Sie auch 105,50 Euro im Jahr für den Kauf von Blumen und Pflanzen aus? Nein? Kann aber nicht sein, denn die Branche für Gartenbau und Floristik hat den Pro-Kopf -Verbrauch für Usambara-Veilchen und Co. mit eben diesem Wert beziffert. Was für ein fetter Markt. Jährlich werden fast 8,7 Mrd. Euro in Deutschland für alles was Grün ist ausgegeben. Wir sind übrigens auch Schnittblumenimport-Meister mit einem Importwert von 1,1 Mrd. Euro. Diesen blühenden Markt der Mitnahmeprodukte habe ich bislang völlig unterschätzt. Aber je länger ich darüber nachdenke, schon allein unser Liedgut ist von dieser Mentalität des Blümchen kaufens geprägt: Rote Rosen aus Athen, Tulpen aus Amsterdam und im Moment heißt es für alle Schneeflöckchen, Weißröckchen und diese schöne Eisblume gibt es sogar ganz kostenlos frei Haus!

Red kein Schrott – Warum Radiosender von der Abwrackprämie profitieren

Pixelio Mit der Abwrackprämie von 2.500 Euro für ein dem Schrotthändler anvertrautes Auto hat die Regierung vor allem vielen Radiosendern eine Freude bereitet. Die Autobranche nutzt die unmittelbare Abverkaufsstärke des Radios und wirbt das sich die Bleche biegen. Werbespots, in denen wir zum Abwracken unseres Autos, der Küche oder einfach nur der alten Kaffeemaschine aufgefordert werden rauschen nur so durch die Kanäle. In einem w&v Interview (Ausgabe 10/2009) bestätigt Niels von Haken, GF MDR Werbung, “Nach unserer Wahrnehmung werden Spots für bereits gebuchte Zeiten auf Verschrottungsprämie getrimmt”. Ganz meine Wahrnehmung! In diesem Monat werden die ersten Stücke vom Verschrottungskuchen ausgezahlt. Der Ton der Radiospots dürfte sich bald verschärfen, um die noch Zögerlichen auf den immer kleiner werdenden Kuchen aufmerksam zu machen. Auch im Abwrackprämien-Schlussverkauf wird sich das Radio wieder als schnelles, schlagkräftiges und regional steuerbares Abverkaufsmedium bewähren.

Superzins im Supermarkt

Egal ob festkochende Kartoffeln oder Festgeld – beides gibt es jetzt bei Lidl. Die Finanzmärkte in aller Welt wanken, ein Beben geht durch die Bankenszene. Die Verbraucher sind verunsichert. Da kann man sein Geld auch gleich im Supermarkt anlegen. Lidl hat zwar auch nicht das beste Image und machte bislang eher durch Berichte über die schlechte Bezahlung und Behandlung seiner Mitarbeiter von sich reden. Aber wenigstens von überzogenen Managergehältern im Discounter-Imperium hat man noch nichts gehört. Vom 20. Oktober bis zum 1. November 2008 liegt das “Festgeld SuperZins”-Antragsset griffbereit an den Kassen. Continue reading